Mit dem Lo Pan auf Reisen

Lo PanReisen

Oft verbinden wir Feng Shui Experten Urlaub mit Arbeit bzw. mit Forschungsprojekten. Wir möchten natürlich wissen, welche Bergformation in welcher Position steht und je weiter fortgeschritten wir sind, reicht uns das Wissen um die reine Himmelsrichtung nicht mehr aus. Wir möchten zumindest einen der 24 Berge und damit verknüpft einen Heavenly Star lokalisieren, aber besser noch ein Hexagramm und im Idealfall eine Kinship-Line (ngau) bestimmen. Vielleicht möchten wir auch die Human oder Heaven Plate bemühen, z. B. um Wasserwege oder Straßen und damit den Qi- Fluss zu bewerten.

Schnell wird klar, es reicht nicht, einen kleinen Wanderkompass ins Gepäck zu stecken oder sich auf eine Handy-App zu verlassen. Unser Lo Pan muss mit. Dies gilt natürlich nicht nur für Expeditionen, sondern auch besonders für Reisen zu Beratungen oder Seminaren, Fortbildungen und Kongressen. Manche Meister reagieren im Übrigen extrem pikiert, wenn der Schüler mit nur einer Kopie anstatt des echten Lo Pans zum Kurs erscheint.

Spätestens, wenn die Reisevorbereitungen starten, stellt sich die Frage: Wie transportiere ich meinen Lo Pan? Bei Zugreisen und per Auto alles kein Problem, aber wenn es ans Fliegen geht, siehtes schon anders aus. Handgepäck oder Koffer? Darf der Lo Pan überhaupt fliegen? Grundsätzlich: Er darf.

Ich transportiere meinen Lo Pan hin und wieder im Koffer und bisher ist immer alles gut gegangen. Aber es bleibt immer ein leicht ungutes Gefühl – wird das Gepäckstück zu heftig geworfen, gibt seine Entdeckung bei der Durchleuchtung vielleicht Anlass, den Koffer zu öffnen, oder macht mein Gepäck eine One-Way Reise nach Panama oder Bora Bora? In diesem Fall wäre der Kompass wahrscheinlich über die Gepäckversicherung (je nach Anbieter) nicht vollständig versichert, da oftmals ein Unterschied zwischen aufgegebenem und mitgeführtem Gepäck (also Handgepäck) gemacht wird.

In der Konsequenz bedeutet es, den Lo Pan lieber mit ins Handgepäck zu nehmen. In diesem Fall kann man sich auf eine nette Unterhaltung mit dem Check-Personal freuen. Grundsätzlich darf der Lo Pan durch die Röntgenanlage, kein Problem. Ich habe mir angewöhnt, den Kompass von vornherein zusammen mit Laptop und Co. auszupacken und ihn auch ohne Aufforderung aus der Hülle zu nehmen. Die Frage kommt sowieso, also kann ich die Prozedur auch abkürzen. Meist sind die Security Leute zwar neugierig und wollen wissen, was sie sich da ansehen, dass aber mein Kompass als echtes Sicherheitsrisiko eingestuft wurde, ist mir nur wenige Male widerfahren. Es gibt aber außerdem noch den Randomizer, also den Zufallsgenerator, der sich natürlich auch den Lo Pan herauspicken kann. Im Fall der Fälle geht’s dann nach nebenan zum Sprengstofftest. Aber: Dies ist mir in all den Jahren extrem selten passiert. Für den Kompass ist das alles völlig unschädlich. Man hat es natürlich nur nicht gern, wenn er von irgendeinem Sicherheitsmenschen geschnappt und erst mal befingert wird.

Auch ganz unschön finde ich, wenn das Personal ohne zu fragen und aus reiner Neugier erst mal an der Scheibe dreht oder den Kompass aus der Plastikwanne nimmt und den Kollegen zeigt. Das macht ja auch niemand mit meinem iPad… Dennoch, ich halte es tapfer aus und verkneife mir ein „Vorsicht, nicht anfassen“. Die Folgen einer solchen Reaktion möchte ich mir lieber nicht ausmalen.

In Asien läuft alles ein wenig entspannter ab, meist gibt es nur ein paar verwunderte Blicke, dass der Besitzer des guten Stücks tatsächlich ein Westler ist. Ein Lo Pan ist dort eben ein Arbeitsgerät einer anerkannten Berufsgruppe und bringt niemanden aus der Ruhe. In Singapur hat tatsächlich einmal eine Checkerin die Bitte geäußert, ihr Appartement beraten zu lassen.

Wer ein Gespräch mit dem charmanten Sitznachbarn wünscht, packt den Lo Pan während des Flugs aus. Das Gespräch lässt dann nicht lange auf sich warten. Nicht sehr glücklich ist es, wenn der Lo Pan mit dem Handy und Co. zu nah in einer Tasche nebeneinander sind. Die Kompassnadel reagiert darauf und im schlimmsten Fall kann es zu einer Umpolung kommen. Ein paar Zentimeter Sicherheitsabstand sind aber in aller Regel ausreichend. Oder man stellt das Handy einfach mal aus, spätestens in der Luft ist man sowieso nicht mehr erreichbar.

Fazit: Keine Angst vor der Security, es ist zwar alles lästig und die eigenen Nerven mögen leiden, aber sicher nicht der Kompass.

Viel Spaß unterwegs und eine sichere Reise,
Nicole Finkeldei – IFSA

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